Bereits im 14. Jahrhundert schien das Hotel Walther von der Vogelweide in Klausen als weit um bekannter Gastbetrieb auf. Lange Zeit wurde im hauseigenen Garten auch eine Badestube betrieben, bevor das Wirtshaus gegen Mitte des 15. Jahrhunderts zu einer privaten Behausung wurde. Aber bereits im 17. Jahrhundert erlangte das Haus erneut wichtige Bedeutung, als der Zollgegenschreiber, einer der wichtigsten Beamten der Stadt, darin residierte.

Seinen heutigen Namen verdankt das Hotel dem rührigen Klausner Wirt Georg Kantioler. Dieser erwarb im Jahre 1867 das Haus und ließ es nach dem Minnesänger Walther von der Vogelweide benennen. Grund dieser Namensgebung war eine Publikation aus dem selben Jahr, wonach Walther von der Vogelweide in nahegelegenen Lajener Ried geboren wurde. Das große Medienecho um diese Entdeckung machte Klausen im ganzen deutschen Sprachraum mit einem Schlag bekannt. Klausen wurde als Wiege der deutschen Nationalliteratur entdeckt und gefeiert. Unzählige Gelehrte und Künstler sollten von nun an nach Klausen kommen. Es war die Zeit der Klausner Künstlerkolonie. Den Hausgiebel der Gartenfront ziert seit jener Zeit ein Bild des Minnesängers, das der Klausner Maler Hans Rabensteiner schuf.

Seit 1979 ist das Hotel Walther von der Vogelweide im Besitz der Familie Rabensteiner und wird bereits in zweiter Generation geführt. 

In folgendem Video gibt Ihnen Juniorchef Simon Rabebsteiner auskunft über den Traditionsbetrieb: